Dienstag, 21. Oktober 2014

In Liebe für meine Katzen Lacky - Amory und Joyce


*Lacky bedeutet Glück* 

Legende der Heiligen Birma Katze
Um die Herkunft der Rasse der Heiligen Birma rankt sich eine Legende, die auch erklärt, wie diese edlen Katzen zu ihrem Namen gekommen sind.

Vor langer Zeit lebte Mun Ha, der ehrwürdige Abt der Kittha Mönche,im Tempel Lau Tsun am Fuße des Lugh Gebirges. Mun Ha hatte einen goldenen Bart, von dem man sagte, der Gott Song Hoi persönlich habe ihn geflochten. Alle Kittha Mönche hatten ihr Leben der Göttin Tsun Kyankze geweiht, die saphirblaue Augen hatte und als Göttin der Seelenumwandlung verehrt wurde. Der Abt Mun Ha besaß  einen Kater namens Sinh. Sinh hatte einen weißen Körper, bernsteingelbe Augen und seine Ohren, seine Nase, sein Schwanz, seine Pfoten und seine Beine waren dunkel wie der Boden. Die dunklen Farben deuteten die Mönche als Zeichen des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührte. Der Abt Mun Ha verstarb zu einem Zeitpunkt, als die Mönche von feindlichen Stämmen aus Siam angegriffen wurden. Die Kittha Mönche waren in dieser gefährlichen Situation jetzt ohne Führung.

* Amory bedeutet Liebe *

Doch dann geschah ein Wunder

Als der Kater Sinh vor den Altar der Göttin sprang und ihre Augen das Tier erblickten, wanderte die Seele des verstorbenen Abts, um in dem Kater weiterzuleben. Die Augen des Katers verfärbten sich so dunkelblau wie die der Göttin, sein Fell wurde goldgelb und seine Pfoten färbten sich als Zeichen der Reinheit blütenweiss. Sinh lebte noch sieben Tage in dem Tempel bevor er starb und die Seele des Abts Mun Ha mit sich nahm. Er brauchte nicht zurück auf diese Welt, da er den Zustand der Vollkommenheit erreicht hatte. 

Nach weiteren sieben Tagen versammelten sich die Mönche im Gebet vor der Statue der Göttin um sie um Hilfe für die Wahl eines Nachfolgers für Mun Ha zu bitten.Noch während des Gebetes kamen alle Katzen des Tempels herbei. Sie alle hatten die nun gleiche Gestalt angenommen, wie Sinh. Blaue Augen, goldgelbes Fell und, als Zeichen ihrer Reinheit, weiße Pfoten. Die Katzen umringten lautlos den jüngsten der Kittha Mönche und machten ihn so zum Nachfolger des Abtes Mun Ha.
 Stirbt eine heilige Katze im Tempel Lau Tsun, so nimmt sie die Seele eines verstorbenen Kittha Mönchs mit, die so für immer Eingang ins Paradies findet und ihren Platz an der Seite des Gottes Song Hoi, dem Gott alles Goldenen einnimmt.


 * Joyce bedeutet Freude*

 Aber wehe dem, der eine solche Katze tötet, er wird tausend Qualen erleiden, bis die Seele, die in dieser Katze wohnte, ihm verzeiht.


* Amory -Lacky und Joyce *
Meine Liebe - mein Gück und meine Freude

Bilder;  Copyright Ursula Magdalena



Sonntag, 16. März 2014

Licht und Schatten



Alte Friedhöfe sind Oasen der Ruhe, Stille und des Schweigens.Wenn mich mal wieder diese  innere Wehmut überfällt, mache ich des öfteren einen Spaziergang über diese Stätten der Stille. Es tut mir gut diese Ruhe zu spüren, den Vögeln zu lauschen, den Duft von Moos und Erde zu atmen. Manchmal besuchen auch Eichhörnchen und Katzen diesen stillen Ort. Alles ist Ruhe und Frieden. Mit der Tageszeit wechseln Licht und Schatten. Im Licht verändern sich die Farben, beginnen zu leben. Ich liebe die Zeit am Spätnachmittag, wenn die Sonne sich langsam verabschiedet.



An diesem Ort ist Liebe, Trost und die Hoffnung. Es gibt  Raum für Träume und Sehnsüchte an diesem geheimnisvollen Ort. Auf den Inschriften ist des öfteren festzustellen, dass sich zwei Menschen in kurzen Abständen gefolgt waren. Wohl weil sie nicht ohne den Anderen leben konnten. Hoffnung sich in der anderen Welt wieder zu begegnen.  Abschied, ist immer auch ein neuer Anfang.

by Ursula Magdalena


Tod und Schönheit sind zwei hohe Dinge,
Die gleich viel Schatten und Licht enthalten, so dass man sie
Für zwei Schwestern halten könnte, 
gleich schrecklich und fruchtbar, 
Erfüllt von demselben Rätsel und dem selben Geheimnis.

Victor Hugo


Dienstag, 18. Februar 2014

The Colors of Friendship




Once upon a time the colors of the world started to quarrel.
All claimed that they were the best; the most important, the most useful, the favorite.

Green said*

"Clearly I am the most important. I am the sign of life and of hope. I was chosen for grass, trees and leaves. Without me, all animals would die. Look over the countryside and you will see that I am in the majority."

Blue interrupted*

"You only think about the earth, but consider the sky and the sea. It is the water that is the basis of life and drawn up by the clouds from the deep sea. The sky gives space and peace and serenity. Without my peace, you would all be nothing."

Yellow chuckled*

"You are all so serious. I bring laughter, gaiety, and warmth into the world. The sun is yellow, the moon is yellow, the stars are yellow. Every time you look at a sunflower, the whole world starts to smile. Without me there would be no fun."

Orange started next to blow her trumpet*

"I am the color of health and strength. I may be scarce, but I am precious for I serve the needs of human life. I carry the most important vitamins. Think of carrots, pumpkins, oranges, mangoes, and papayas. I don't hang around all the time, but when I fill the sky at sunrise or sunset, my beauty is so striking that no one gives another thought to any of you."

Red could stand it no longer, he shouted out* 

"I am the ruler of all of you. I am blood - life's blood! I bring fire into the blood. I am willing to fight for a cause. I am the color of danger and of bravery. Without me, the earth would be as empty as the moon. I am the color of passion and of love, the red rose, the poinsettia and the poppy."

Purple rose up to his full height*

He was very tall and spoke with great pomp: "I am the color of royalty and power. Kings, cheifs, and bishops have always chosen me, for I am the sign of authority and wisdom. People do not question me! They listen and obey." Finally Indigo spoke, much more quietly than all the others, but with just as much determination: "Think of me. I am the color of silence. You hardly notice me, but without me you all become superficial. I represent thought and reflection, twilight and deep water. You need me for balance and contrast, for prayer and inner peace." So the colors went on boasting, each convinced of his or her own superiority. Their quarreling became louder and louder. Suddenly there was a startling flash of bright lightening. Thunder rolled and boomed. Rain started to pour down relentlessly. The colors crouched down in fear, drawing close to one another for comfort.

In the midst of the clamor, rain began to speak* 

"You foolish colors, fighting amongst yourselves, each trying to dominate the rest. Don't you know that you were each made for a special purpose, unique and different?  Join hands with one another and come to me." Doing as they were told, the colors united and joined hands.

The rain continued*

"From now on, when it rains, each of you will stretch across the sky in a great bow of color as a reminder that you can all live in peace. The Rainbow is a sign of hope for tomorrow." And so, whenever a good rain washes the world, and a Rainbow appears in the sky, let us remember to appreciate one another.



~ Author Unknown ~

Montag, 17. Februar 2014

Ursprung der Glückssymbole


Wie es wirklich zu den heute gängigen Glückssymbolen kam, 
ist nicht gesichert. Hier einige plausible Vermutungen:

Das vierblättrige Kleeblatt
Diese Mutation kommt in der Natur relativ selten vor, und gerade das Außergewöhnliche assoziiert man ja mit Glück. Außerdem erinnern die vier Blätter an das gleichschenkelige Kreuz, also an das alte Symbol der Wahrheit. Mit dem vierblättrigen Kleeblatt verbanden sich früher auch abergläubische Gebräuche. So durfte ein Mädchen, das ein solches Kleeblatt abbiß (nicht pflückte!), auf glückliche Liebe hoffen.

 Glückspfennig

Der Glückspfennig ist ein Symbol für Reichtum. Indem man ihn – physisch wie symbolisch – verschenkt, wünscht man dem Empfänger, dass ihm niemals das Geld ausgehen möge. Der Glückspfennig wird oftmals als kleinere Ausgabe des goldenen Tauftalers oder des Weihgroschens angesehen, der in früheren Jahrhunderten – in der Hoffnung Hexen zu vertreiben – an die Stalltür genagelt oder stets mitgeführt wurde. Aufgrund der aktuellen Situation tritt nun das 1-Cent-Stück an seine Stelle. Da die slowenische 1-Cent-Münze ein Storchenmotiv trägt, ist sie zunehmend als Geschenk zur Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes beliebt.
Der Kaminkehrer
Der Herd war über Jahrtausende das wichtigste Zentrum des Hauses, ein funktionstüchtiger Kamin daher der Garant für warmes Essen und angenehme Temperaturen. Klar, daß der Kaminkehrer besondere Bedeutung hatte, weil er ja garantierte, daß das „Herz des Hauses“ gut arbeitete. Und wo das Zentrum in Ordnung ist, sollte auch alles andere funktionieren.

 Das Hufeisen
Das Hufeisen schützt das Pferd, das unter den Tieren früher aufgrund seiner Kraft und Eignung für die Landwirtschaft und auch für die Mobilität besondere Wertschätzung genoß. Aus der Schutzfunktion des Hufeisens dürfte die Annahme abgeleitet worden sein, daß es auch Menschen vor Gefahr und Verletzung bewahrt. Aber Vorsicht! Das Hufeisen muß mit der offenen Seite nach oben an die Wand gehängt werden – andersherum „fällt das Glück heraus“.
           
  Der Fliegenpilz

Ein seltsamer Glücksbringer, würde man meinen, denn eigentlich ist er giftig und macht krank. Doch man schätzte das Gift als Droge, die – ähnlich wie bei LSD – Rauschzustände hervorruft. Ob darin ein besonderes Glück liegt? Vor Experimenten und Selbstversuchen sei dringend gewarnt, denn je nach Stimmungslage können auch Depressionen, Krämpfe oder Angstzustände ausgelöst werden. – Vielleicht liegt die Erklärung auch in der auffallend schönen Auszeichnung des Pilzes mit seiner „bunten Kappe“
Der Marienkäfer
Ähnlich optisch ausgezeichnet sind die Marienkäfer – und sie sind außerdem ein wahres Glück für den Gärtner. Sie fressen Blattläuse und sind entzückende natürliche Schädlingsbekämpfer. Die Bauern glaubten früher angeblich, Marienkäfer seien ein Geschenk der „Heiligen Maria“ – daher kommt der Name dieser Glücksbringer.


Das Schwein

Bei den Germanen stand der Eber als heiliges Tier für Stärke und Fruchtbarkeit und war ein Symbol für Wohlstand und Reichtum. Wer „Schwein hatte“, galt als privilegiert – und damit als glücklich. Auch außerhalb des europäischen Kulturkreises hat das Schwein eine Bedeutung. So steht es in China für Zufriedenheit und häusliches Glück, und in Japan verkörpert es – wie einst bei den Germanen – Stärke.


Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, 
dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück 
nicht zu traurig sein.


Sokrates


Donnerstag, 13. Februar 2014

Erwartung & Erfüllung


* Die Erwartung - Gustav Klimt *


 Sehe mit fühlendem Aug
Fühle mit sehender Hand

Raubt die Liebste denn gleich mir einige Stunden des Tages -
Gibt sie Stunden der Nacht mir zur Entschädigung hin.
Wird doch nicht immer geküsst - es wird vernünftig gesprochen -
Überfällt sie der Schlaf - lieg ich und denke mir viel.
Oftmals habe ich auch schon in ihren Armen gedichtet -
Und des Hexameters Maß leise mit fingernder Hand
ihr auf den Rücken gezählt...

J.W.von Goethe  "Römische Elegien"

 *Die Erfüllung - Gustav Klimt*


Mittwoch, 15. Januar 2014

The Wind Will Take Us

* Marc Chagall *


The Wind Will Take Us

In my small night, ah
the wind has a date with the leaves of the trees
in my small night there is agony of destruction
listen do you hear the darkness blowing?
I look upon this bliss as a stranger
I am addicted to my despair.
listen do you hear the darkness blowing?
something is passing in the night
the moon is restless and red
and over this rooftop
where crumbling is a constant fear
clouds, like a procession of mourners
seem to be waiting for the moment of rain.
a moment and then nothing
night shudders beyond this window
and the earth winds to a halt
beyond this window
something unknown is watching you and me.
O green from head to foot
place your hands like a burning memory
in my loving hands
give your lips to the caresses
of my loving lips
like the warm perception of being
the wind will take us
the wind will take us.

Forough Farrokhzad
(Iranian poet)


* Marc Chagall *


Donnerstag, 26. Dezember 2013

Peace on Earth

 


Come they told me parampampampam
A new born king to see parampampampam
Our finest gifts we bring parampampampam
To lay before the king parampampampam
So to honor him parampampampam
When we come



Baby Jesus parampampampam
I am a poor boy too parampampampam
I leave nothing to king parampampampam
Nothing to give our king parampampampam
Shall I play for you parampampampam
On my drum




Mary nodded parampampampam
The ox and lamb kept time parampampampam
I played my drum for him parampampampam
I played my best for him parampampampam
Then he smiled at me parampampampam
Me and my drum


Komponiert und getextet wurde das Lied unter dem ursprünglichen Titel "The Carol of the Drum" im Jahr 1941 von Katherine K. Davis. Bekannt wurde das Lied zunächst in der Version der Trapp Family Singers Mitte der 1950er Jahre.

Es erzählt die Geschichte des Sklavenjungen Michael, der mit seinem Herrn Titus zu König Herodes nach Judea unterwegs ist. Während der Reise trifft Michael auf die Heiligen Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar, die auf der Suche nach dem neugeborenen König, dem Morgenstern folgen. Als Herodes erfährt, dass ein neuer König geboren werden soll, beschließt er, alle Neugeborenen töten zu lassen. Michael belauscht den König und flieht mit Herodes Gefangener Sarah. Es gelingt ihm, die drei Weisen zu warnen und er wird Zeuge der Geburt von Jesus Christus.
  




Die bekannteste Version dieses Weihnachtsliedes wurde von David Bowie 
and Bing Crosby im Jahre 1977 gesungen:



Dienstag, 24. Dezember 2013

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel




Die junge Tochter eines reichen Kaufmannes wächst wohlbehütet auf, bis etwa ein halbes Jahr nach dem Tod ihrer Mutter ihr Vater eine Witwe heiratet, die zwei Töchter mit ins Haus bringt. Stiefmutter und Stiefschwestern machen dem Mädchen auf alle erdenkliche Weise das Leben schwer. Weil es nicht nur gröbste Schmutzarbeit leisten, sondern fortan auch in der Asche neben dem Herd schlafen muss, wird das Mädchen Aschenputtel genannt.Als der Vater einmal zu einer fernen Messe reisen will, fragt er die drei Mädchen, was er ihnen mitbringen soll. Während die Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine verlangen, wünscht sich Aschenputtel nur einen kleinen Zweig Haselreis, der dem Vater auf der Rückreise an den Hut stößt. Diesen Haselreis pflanzt Aschenputtel auf das Grab der Mutter, und er wächst zu einem Strauch, dem Aschenputtel ihr Leid klagen kann. Wenn Aschenputtel dort weint und betet, erscheint auf dem Bäumchen ein weißer Vogel, der ihr manchen Wunsch erfüllt.



* Anton Seder *

Der König lässt bald darauf auf seinem Schloss ein dreitägiges Fest ausrichten, zu dem alle Jungfrauen des Landes eingeladen werden, damit sein Sohn eine Gemahlin wählen kann. Die Stiefmutter und die eitlen Stiefschwestern wollen nicht, dass Aschenputtel auch an dem Fest teilnimmt, obwohl sie darum bittet. Die Stiefmutter gibt ihr stattdessen auf, Linsen aus der Asche zu lesen. Dies gelingt Aschenputtel mit Hilfe der von ihr herbeigerufenen Tauben: „… die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“
Trotz des Lösens der gestellten Aufgabe verweigert ihr die Stiefmutter weiterhin die Teilnahme am Ball mit der Begründung, dass Aschenputtel keine geeigneten Kleider habe, und zieht mit ihren leiblichen Töchtern los. Nun eilt Aschenputtel zum Grab der Mutter. Wieder ist es der weiße Vogel, der Aschenputtel ein prächtiges Kleid und mit Seide und Silber bestickte Pantoffeln hinunterwirft.
Aschenputtel legt diese Kleidung an, läuft zum Fest und mischt sich unerkannt unter die Gäste. Der Königssohn verliebt sich in das Mädchen und möchte wissen, wer diese schöne Unbekannte ist – doch zweimal gelingt es Aschenputtel, ihm zu entkommen.



* Offterdinger *

Beim dritten Mal verliert sie einen ihrer goldenen Pantoffeln auf der diesmal mit Pech bestrichenen Schlosstreppe, und der Verliebte lässt nach der Jungfrau suchen, der dieser Pantoffel passt, damit er sie als Braut heimführen könne. Er fragt auch Aschenputtels Vater, der jedoch seine eigene Tochter nicht wiedererkannte, obwohl er sich nach jenem Tanzabend fragte, ob es wohl Aschenputtel gewesen sein könnte.
Der Königssohn forscht auch im Haus des Vaters nach. Die beiden Stiefschwestern versuchen vergebens, den zierlichen Schuh über ihre Füße zu ziehen. Auf den Rat der Mutter hin schneidet sich die erste den großen Zeh ab und die zweite die Ferse. Beim Vorbeiritt am Grab wird der Betrug jedoch beide Male durch zwei Tauben vom Haselbäumchen aufgedeckt: „Rucke di guck, rucke di guck, Blut ist im Schuh! Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.“

Aschenputtel, der als Einzige der Schuh passt, wird schließlich als wahre Braut erkannt.




Im Vergleich zur Urfassung von 1812, die mit dem Erkennen der richtigen Braut endet, erweitern die Brüder Grimm in der Fassung von 1819 das Märchen um Aschenputtels Hochzeit mit dem Prinzen. 



Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachten bei uns Daheim





Erinnerungen an meine Kindheit…

Wir, die Eltern, meine Geschwister und ich, feierten Weihnachten als ein besonderes Fest, mit Ritualen die mir auch heute noch lebendig in Erinnerung sind. Vielen von euch wird es wohl ähnlich ergehen. Es war damals noch nicht alles so kommerziell wie heute. Die Weihnachtszeit,  vielleicht für uns Kinder die aufregendste, weil die Vorfreude auf das Christkind, für uns mit nichts zu übertreffen war.


Das fing schon damit an, das in der Adventszeit einiges an Spielsachen nicht mehr aufzufinden war. Was wir nicht wussten war, unsere Eltern hatten abends wenn wir im Bett waren und schliefen, dem Christkind bei den Vorbereitungen für das Fest geholfen. Die Puppen wurden neu eingekleidet. DiePuppenbettchen und Puppenwagen neu bezogen und fehlende Teile ersetzt. Die Eisenbahn wurde erweitert und so vieles mehr. Es wurde gestrickt und genäht, für jeden etwas. 




Vater ging in der Adventszeit mit uns in den Wald um einen Christbaum auszusuchen, das war immer ein Erlebnis, weil sich die Nachbarn und deren Kinder mit uns trafen. Danach gab es Punsch und Gebäck. Wir hatten alle einen Wunschzettel geschrieben und hofften das der eine oder andere Wunsch in Erfüllung gehe. Abends bevor wir ins Bett mussten saßen wir noch zusammen, haben gesungen und aus Büchern vorgelesen, um uns auf das Fest einzustimmen.




Das ganze Haus roch nach Zimt und feinen Gewürzen für die Weihnachtsbäckerei. 
Da wir eine große Familie waren, wurde schon viele Wochen vorher damit begonnen.



Einen Raum gab es im Haus, dieser war in der Adventszeit immer verschlossen.

Die Spannung wuchs von Tag zu Tag, wir konnten es kaum erwarten. Dann endlich war es soweit. Allerdings war es bei uns damals Brauch, das Christkind kam nicht an hl. Abend, sondern erst am ersten Weihnachtstag. In der hl. Nacht schmückten die Eltern das Weihnachtszimmer, und stellten die Geschenke für uns Kinder um den zimmerhohen Weihnachtsbaum. Meistens konnten wir vor Anspannung nicht einschlafen. Der eine musste auf die Toilette, der andere wollte etwas zum trinken, die Nacht wollte einfach nicht vergehen. Am Morgen kam Papa uns wecken, was vollkommen überflüssig war, wir waren alle schon lange wach und warteten darauf abgeholt zu werden.



Er fragte jedesmal ob wir das Glöcklein gehört hätten und meinte, das wird wohl das Christkind gewesen sein. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen, schnell raus aus dem Bett, und noch im Nachthemd ins Wohnzimmer.


Was für ein Anblick...

Die Lichter am Weihnachtsbaum verzauberten das ganze Zimmer. Es roch nach Kerzenwachs, es sah alles wunderschön aus. Es ging immer sehr lebhaft zu, jeder zeigte  her was er bekommen hatte. Die Puppen waren nicht wieder zu erkennen, sie hatten neue Kleider. Das Schaukelpferd sah wie neu aus. Die Eisenbahn nahm das halbe Zimmer ein. Jeder bekam  etwas zum anziehen, ein neuer Mantel, neue Schuhe, Mützen und warme Handschuhe. Für jeden von uns einen Teller voll mit Süßigkeiten, Gebäck, Lebkuchen, Orangen und Nüssen.




Für Nachmittags haben sich die Großeltern und Tanten mit Familien aus Luxembourg  und Frankreich angemeldet. Nachbarn wünschten sich ein frohes Fest. Es war ein ständiges lebhaftes Kommen und Gehen. Was für schöne Erinnerungen sind mir doch geblieben! Ich danke meinen Eltern noch heute, dass sie uns soviel schönes vorgelebt haben.




Frohes Fest euch allen
Friede auf Erden und
den Menschen ein Wohlgefallen



Copyright;  Ursula Magdalena


Samstag, 7. Dezember 2013

The Nutcracker

* Theodor Hosemann 1889 *



   

 Was war der jungen Heldin widerfahren? Das Weihnachtsfest hatte so schön begonnen, und ein bestimmtes Geschenk eroberte sofort Maries Herz: ein Nussknacker. Doch als das Mädchen von einer kriegerischen Mäuseschar in Schrecken versetzt wird, ist der Friede dahin, und es bedarf großen Mutes und der Hilfe ihres neuen Schützlings, um das Feindesheer zu bezwingen – ein so intensives Erlebnis, das den hölzernen Gesellen zum Leben erwecken und ihn mit Marie auf eine gemeinsame Reise durch ein Land zuckersüßer Träume führen wird.



Der Nussknacker 1892 in Sankt Petersburg uraufgeführt,
zählt heute zu den weltweit meist gespielten Balletten.



Pjotr Iljitsch Tschaikowski war ein russischer Komponist.
Bereits zu seinen Lebzeiten wurden viele seiner Werke international bekannt. 
Heute zählen sie zu den bedeutendsten der Romantik. 

Geboren: 7. Mai 1840, Wotkinsk, Russland
Gestorben: 6. November 1893, Sankt Petersburg, Russland





Freitag, 6. Dezember 2013

Am Nikolausabend



Habt guten Abend, alt und jung
bin allen wohl bekannt genug.


Von drauß vom Walde komm ich her;
ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen;
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann,
da rief's mich mit heller Stimme an:
Knecht Rupprecht, rief es alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
und morgen flieg ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!
So geh denn rasch von Haus zu Haus.
such mir die guten Kinder aus,
damit ich ihrer mag gedenken
mit schönen Sachen sie mag beschenken.



 Ich sprach: 

O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist.
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat.
Hast denn das Säcklein auch bei dir?

Ich sprach:

Das Säcklein, das ist hier,
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.
Hast denn die Rute auch bei dir?
Ich sprach: die Rute die ist hier.
Doch für die Kinder, nur die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.
Christkindlein sprach: So ist es recht.
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!
Von drauß, vom Walde komm ich her,
Ich muß euch sagen es weihnachtet sehr!
Nun sprecht wie ich's hierinnen find:
sind's gute Kind., sind's böse Kind?



Vater:

Die Kindlein sind wohl alle gut,
haben nur mitunter was trotzigen Mut.

Rupprecht:

Ei,ei, für trotzgen Kindermut
ist meine lang Rute gut!
Heißt es bei Euch denn nicht mitunter:
Nieder den Kopf und die Hosen herunter?

Vater: 

Wie einer sündigt so wird er gestraft;
die Kindlein sind schon alle brav.

Rupprecht:

Stecken sie die Nas auch tüchtig ins Buch,
lesen und scheiben und rechnen genug?

Vater: 

Sie lernen mit ihrer kleinen Kraft,
wir hoffen zu Gott, daß es endlich schafft.

Rupprecht:

Beten sie denn nach altem Brauch
im Bett Ihr Abendsprüchlein auch?

Vater:

Neulich hört ich im Kämmerlein
eine kleine Stimme sprechen allein;
und als ich an die Tür getreten,
für alle Lieben hört ich sie beten.

Rupprecht:

So nehmet denn Christkindleins Gruß,
Kuchen und Äpfel, Äpfel und Nuß;
probiert einmal von seinen Gaben
morgen sollt ihr was besseres haben.
Dann kommt mit seinem Kerzenschein
Christkindlein selber zu euch herein.
Heut hält es noch am Himmel Wacht;
nun schlafet sanft, habt gute Nacht.


* Theodor Storm *


Sonntag, 24. November 2013

Friedrich Nietzsche



Vereinsamt

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnein -
wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!

Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt - ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.


Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnein,
weh dem, der keine Heimat hat!

Friedrich Nietzsche


Mittwoch, 20. November 2013

Das Rheingold


* Das Rheingold *

Gesang der Geister über den Wassern

Der Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es, 
Zum Himmel steigt es, 
Und wieder nieder
Zur Erde muss es,  
Ewig wechselnd.
   
Strömt von der hohen,  
Steilen Felswand
Der reine Strahl,  
Dann stäubt er lieblich
In Wolkenwellen
Zum glatten Fels,  
Und leicht empfangen
Wallt er verschleiernd,  
Leisrauschend,  
Zur Tiefe nieder.

Ragen Klippen
Dem Sturz entgegen
Schäumt er unmutig
Stufenweise
Zum Abgrund.
   
Im flachen Bette
Schleicht er das Wiesental hin,  
Und in dem glatten See
Weiden ihr Antlitz
Alle Gestirne.

Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler;
Wind mischt vom Grund aus
Schäumende Wogen.

Seele des Menschen,  
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,  
Wie gleichst du dem Wind!

J. W. von Goethe


* ArthurRackham *