Freitag, 13. September 2013

Marc Chagall



Marc Chagall wird am 7. Juli 1887 in Liosno bei Wizebsk, Weißrussland in einer einfachen jüdischen Familie geboren. Er ist in seiner Familie das älteste von 9 Kindern.

Anfang-zwanzigjährig zieht er nach St. Petersburg um und wird 1908 Schüler des berühmten Malers, Bühnenbildners und Kostümdesigners Leo Bakst an der Swansewa-Schule.




Mit Hilfe eines Stipendiums fährt Marc Chagall 1910 nach Paris. Er richtet sich ein eigenes Atelier ein, und schließt Freundschaft mit anderen Künstlern wie Robert Delaunay, Guillaume Apollinaire und Fernand Léger. Die Werke von Henri Matisse und anderer Fauvisten wie die Werke Paul Gauguin und Vincent van Gogh faszinieren ihn stark. Durch Delauney eröffnete sich für ihn der Zugang zum Kubismus. 1911 und 1912 ist er mit jeweils einem Bild im Salon der Unabhängigen vertreten. Seine erste Einzelausstellung hält er in der Galerie Sturm in Berlin.




1914 verlässt Chagall Paris und reist zurück in sein Heimatland, wo er seine Geliebte Bella Rosenfeld heiratet. Mit ihr bekommt er 1916 die Tochter Ida. Chagall bleibt eine Weile in Russland. Zurzeit des ersten Weltkriegs sind die Grenzen geschlossen und er kann das Land nicht verlassen. Chagall nutzt seine Zeit in Russland und nimmt an vielen Ausstellungen teil. Er beteiligt sich an der ersten offiziellen Ausstellung der Revolutionskunst in Petrograd. Als ernannter Kommissar der bildenden Künste in Witebsk, gründet er dort 1918 eine Moderne Kunstschule. El Lissitzky und Kasimir Malewitsch arbeiten dort als Lehrer. Er verlässt die Akademie 1920 in Folge starker Auseinandersetzungen mit Malewitsch. Es folgte eine Zeit der materiellen Not für Chagall und seiner Familie. 1922 verließ er zusammen mit seiner Familie Russland endgültig.




Nach einem kurzen Besuch in Berlin reist Chagall weiter nach Paris. 1924 veranstaltet er in Paris seine erste Retrospektive. In den dreißiger Jahren besucht er Palästina, Spanien, Holland, Polen und Italien. 1933 organisierte die Kunsthalle Basel einer großen Retrospektive zu den Werken Chagalls.




Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges emigriert Chagall in die USA. In Deutschland werden seine Bilder entweder verbrannt oder als entartete Kunst beschlagnahmt. Der Tot seiner Frau Bella im Jahr 1944 hinterlässt tiefe Spuren bei Marc Chagall. Doch die Kunst hält ihn weiter am Leben. Nach Kriegsende geht er zurück nach Frankreich und lässt sich hier endgültig nieder. Er reist weiterhin durch die Welt und ist auf mehreren Ausstellungen vertreten. Chagall ist ein weltbekannter und umfassender Künstler geworden. Er schafft Bühnenbilder und Kostüme für Ballette, Plastiken aus Keramik und arbeitet als Glasmaler. Er entwirft die Fenster in Kirchen und anderen Gebäuden.




1952 heiratet Chagall zum zweiten Mal. Zusammen reisen die beiden rund um die Welt. Marc Chagall ist als internationaler Künstler anerkannt. Viele Ehrungen und Preise werden ihm zugeteilt.


Im Alter von 97 Jahren, am 28. März 1985 stirbt Chagall. 
Seine Grabstätte ist in Saint-Paul de Vence, Frankreich.



Mittwoch, 14. August 2013

Bücher sind wie....



Bücher sind wie...  geheimnisvolle Häuser

Ein Buch ist wie ein Haus. 
Jedes hat seinen eigenen Duft. 
Lesend betreten wir es, 
erschließen uns Zimmer für Zimmer, 
nisten uns darin ein, 
leben mit seinen Bewohnern, 
denken uns in sie hinein, 
arrangieren uns mit ihnen, 
ziehen uns zurück, 
atmen den Duft häuslicher Geschichte, 
öffnen irgendwann die Fenster, 
blicken hinaus - und sehen die Welt. 
Und hätten wir dieses Haus nicht betreten, 
sähe sie anders aus.




Kaiserin Elisabeth


Abendrot am See

Es wirft die Sonne vor dem Niedergehen 
-
noch einen Blick auf die geliebte See:

Nun kann kein menschlich Aug' mehr auf sie sehen.

Es tut die rote Glut ihm dort zu weh:

Und dennoch muss gebannt ich lange stehen - 

In dieses lodernden Altares Näh:

Die besten Nachtgebete meiner Seele 
Leg' ich hier nieder -
an Gottes Schwelle.

Titania, 
Pseudonym der Kaiserin Elisabeth von Österreich - 
genannt Sisi

* Winterhalter *

Am 10. September 1898 wurde ihr Wunsch erhört. 
Als die 60-jährige Monarchin an der Uferpromenade des Genfer Sees flanierte, wurde sie von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni überfallen, der ihr eine spitz zugeschliffene Feile ins Herz rammte. Elisabeth stürzte zu Boden, bemerkte die schwere Wunde zunächst jedoch nicht, stand sofort wieder auf und ging an Bord ihres Schiffes. Dort erst brach die Kaiserin bewusstlos zusammen, richtete sich dann aber noch einmal auf und sprach ihre letzten Worte „Was ist denn jetzt mit mir geschehen?”, bevor sie ihrer tödlichen Verletzung erlag.



Ich fliehe vor der Welt samt ihren Freuden,
und ihre Menschen stehen mir heut fern;
es sind ihr Glück mir fremd und ihre Leiden;
Ich stehe einsam, wie auf and`rem Stern...

An die „Zukunfts-Seelen” 1887



Montag, 22. Juli 2013

Von der Zeit



Sagt nicht: "
Ich habe die Wahrheit gefunden", 
sondern: "
Ich habe eine Wahrheit gefunden."
Sagt nicht: "
Ich habe den Weg der Seele gefunden."
Sagt: "
Ich bin auf meinem Weg 
der wandernden Seele begegnet."
Denn die Seele wandelt auf allen Wegen.
Die Seele kennt keinen geraden Weg,
noch wächst sie wie ein Schilfrohr.
Die Seele entfaltet sich,
gerade so wie ein tausendblättriger Lotus.

Khalil Gibran (1883 - 1931)









Beginn des Ende


* Füssli *

Beginn des Ende

Ein Punkt nur ist es,  kaum ein Schmerz,
Nur ein Gefühl,  empfunden eben;
Und dennoch spricht es stets darein,
Und dennoch stört es dich zu leben.
Wenn du es andern klagen willst,
So kannst du's  nicht in Worte fassen.
Du sagst dir selber: "Es ist nichts!"
Und dennoch will es dich nicht lassen.
So seltsam fremd wird dir die Welt,
Und leis verlässt dich alles Hoffen,
Bist du es endlich,  endlich weißt,
Dass dich des Todes Pfeil getroffen.

by Theodor Storm




Freitag, 19. Juli 2013

Amor & Psyche



* Peter Paul Rubens *

Er liegt und schläft an meinem Herzen,
Mein guter Schutzgeist sang ihn ein;
Und ich kann fröhlich sein und scherzen,
Kann jeder Blum´ und jedes Blatt mich freun.
Nachtigall, ach!
Nachtigall, ach!
Sing mir den Amor wach!

Matthias Claudius



* Amor & Psyche *


Sonntag, 23. Juni 2013

Rainer Maria Rilke's Elegien


   
  Rainer Maria Rilke hat sich die Frage nach dem Sinn des Lebens und nach dem Sinn seines Lebens als Dichter gestellt. Die "Elegien" zeigen Antworten in der Form von poetischen Metaphern auf.

Nach dem Erscheinen der „Duineser Elegien“ 1923 verabredete Rainer Maria Rilke mit seinem Verleger Anton Kippenberg vom Insel Verlag erstmals eine umfassende Werkausgabe. Sie sollte alles enthalten, was Rilke dem Zentrum seines literarischen Werkes zurechnete. Die Sonette an Orpheus“, die „Duineser Elegien“ u.a., eine Auswahl bedeutender Prosaschriften und Erzählungen.



Das Erscheinen der Ausgabe hat Rilke selbst nicht mehr erlebt,

sie kam erst 1927, kurz nach seinem Tod, heraus.





Liberté, Égalité, Fraternité




Freiheit, Gleichheit, Solidarität 

Die Französische Revolution von 1789 bis 1799 gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des feudalabsolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend beeinflusst. Die heutige Französische Republik als liberal-demokratischer Verfassungsstaat westlicher Prägung stützt ihr Selbstverständnis unmittelbar auf die Errungenschaften der Französischen Revolution.





Unter Napoleon III. wurde Liberté, Égalité, Fraternité über 50 Jahre nach der Französischen Revolution zu deren Parole erklärt. Nachdem sie mehrmals in Frage gestellt worden war, setzte sie sich nach 1871 unter der Dritten Republik durch. Man verankerte sie in der Verfassung der Fünften Republik von 1958. Heute ist sie Teil des nationalen Erbes Frankreichs und praktisch an jedem Rathaus sowie anderen öffentlichen Gebäuden zu finden.
Die Begriffe „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“, die Fénelon Ende des 17. Jahrhunderts miteinander in Verbindung brachte, erlangten während der Phase der Aufklärung große Verbreitung.
Während der Französischen Revolution war „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ eine der zahlreichen Losungen, auf die man sich berief. In einer Rede über die Organisation der Nationalgarde sprach sich Maximilien de Robespierre im Dezember 1790 dafür aus, die Worte „Das französische Volk“ und „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ auf Flaggen und Uniformen zu schreiben; sein Vorhaben wurde jedoch nicht angenommen.
1793 begannen die Pariser folgende Worte auf ihre Hausfassaden zu schreiben: „Einheit, Unteilbarkeit der Republik; Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder der Tod“, was die Bewohner der anderen Städte rasch nachahmten. Sie wurden jedoch bald aufgefordert, den letzten Teil dieser Aufschrift zu entfernen, da er zu sehr an die Schreckensherrschaft erinnerte, bei der Zehntausende mit der Guillotine hingerichtet wurden.
Wie viele Symbole der Revolution geriet auch diese Devise unter dem Empire in Vergessenheit. Während der Revolution von 1848 wurde sie wieder aufgegriffen und erhielt nunmehr eine religiöse Komponente: die Priester feierten den Christus der Brüderlichkeit und segneten die Freiheitsbäume, die zu dieser Zeit gepflanzt wurden. Bei der Abfassung der Verfassung von 1848 wurde die Devise „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ zu einem „Grundsatz“ der Republik erhoben.
Vom Zweiten Empire gemieden, setzte sie sich schließlich unter der Dritten Republik durch. Es machte sich allerdings noch etwas Widerstand breit, selbst bei den anderen Anhängern der Republik: „Solidarität“ wurde zuweilen „Gleichheit“ vorgezogen, die eine soziale Nivellierung beinhaltete, während die christliche Konnotation der Brüderlichkeit nicht auf allgemeine Zustimmung stieß.
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 14. Juli 1880 erschien die Devise wieder auf den Giebeln der öffentlichen Gebäude. Sie wurde in die Verfassungen von 1946 und 1958 aufgenommen und ist heute fester Bestandteil des nationalen Erbes Frankreichs. Sie ist auf den in Umlauf befindlichen Gegenständen zu lesen, wie beispielsweise auf den Geldmünzen oder den Briefmarken.
Der historische Wahlspruch „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ wird heute oftmals durch „Freiheit, Gleichheit, Solidarität“ oder „Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität“ ersetzt, beispielsweise im Grundsatzprogramm der SPD. Der Grund dafür ist, dass der Begriff der „Solidarität“ im Gegensatz zur „Brüderlichkeit“ geschlechtsneutral ist und Frauen mit einschließt.

Freiheit, Gleichheit, Solidarität -
Wo seit ihr geblieben?



* Freiheit führt das Volk by Eugène Delacroix *



Samstag, 22. Juni 2013

Engelbert Humperdinck



Evening Prayer 
(Engelbert Humperdinck)

When at night I go to sleep
Fourteen angels watch do keep
Two my head are guarding
Two my feet are guiding
Two are on my right hand
Two are on my left hand
Two who warmly cover
Two who o’er me hover
Two to whom ’tis given
To guide my steps to heaven

Sleeping sofly, then it seems
Heaven enters in my dreams;
Angels hover round me,
Whisp'ring they have found me;
Two are sweetly singing,
Two are garlands bringing,
Strewing me with roses
As my soul reposes.
God will not forsake me
When dawn at last will wake me.




Abends, will ich schlafen gehn,
vierzehn Englein um mich stehn: 
zwei zu meinen Häupten,
zwei zu meinen Füßen,
zwei zu meiner Rechten,
zwei zu meiner Linken,
zweie, die mich decken,
zweie, die mich wecken,
zweie die mich weisen zu Himmels
Paradeisen!



Engelbert Humperdinck wurde als Sohn eines Gymnasiallehrers und einer Kantorentochter in Siegburg geboren. Nach seinem Abitur am Paderborner Gymnasium Theodorianum studierte er ab 1872 Musik am Konservatorium der Stadt Köln. Für kurze Zeit arbeitete er als Kapellmeister am Kölner Stadttheater. Er überwarf sich aber mit der Leitung des Theaters und ging nach München, wo er ab 1877 als Kompositionsschüler von Josef Rheinberger und Franz Lachner an der königlichen Musikschule studierte. Humperdinck war als Student sehr erfolgreich. 1876 gewann er den Mozart-Preis der Stadt Frankfurt am Main, 1879 war er der erste Preisträger des Mendelssohn-Preises in Berlin, der ihm ein Stipendiat nach Italien brachte, wo er Richard Wagner traf. In Berlin wurde ihm 1881 auch der Meyerbeerpreis verliehen. Von 1880 an hatte er einen 1 1/2 jährigen Aufenthalt in der Villa Wahnfried als Assistent von Richard Wagner bei der Uraufführung des Parsifal (1882) in Bayreuth. Nach Wagners Tod wirkte er noch bis 1884 als musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen mit. Er unterrichtete auch Wagners Sohn Siegfried in Kompositionslehre. 

In Erscheinung trat er auch als Bearbeiter von Volksliedern für das sogenannte‚ Kaiserliederbuch‘, zunächst für das 1906 veröffentlichte Volksliederbuch für Männerchor. 1909 war er Herausgeber von Sang und Klang fürs Kinderherz, eine Sammlung der schönsten Kinderlieder, illustriert von Paul Hey.





Donnerstag, 30. Mai 2013

Johannes Brahms: Requiem



Johannes Brahms hat sein Werk „Ein deutsches Requiem“ genannt. Unter einem Requiem versteht man gemeinhin die Liturgie der Totenmesse der katholischen Kirche bzw. kirchenmusikalische Kompositionen zum Totengedenken. Der im evangelisch-lutherischen Hamburg groß gewordene Brahms orientierte sich bei der Auswahl seiner Texte aber nicht am traditionellen Kanon des Requiems als Totenmesse, sondern wählte aus Texten des Alten und Neuen Testamentes in der Fassung der Lutherbibel vor allem solche aus, in denen der Trost der Hinterbliebenen im Mittelpunkt steht. Brahms demonstrierte dabei u. a. eine enorme Kenntnis der Bibeltexte und Psalmen; er gestaltete sein Deutsches Requiem nicht als Trauermusik, sondern zum Trost derer, „die da Leid tragen“, also vor allem als eine von Ernst, Würde und Zuversicht getragene Musik für die Lebenden. Der kirchenmusikalischen Gattung des Requiems kann und soll Brahms Stück deshalb nicht gerecht werden; von der Anlage – vor allem der Besetzung – her kann man es eher als Oratorium bezeichnen, wobei die dramatische Komponente fehlt. In der Textabfolge knüpft es am ehesten an die evangelische Motette früherer Zeiten an. Einer genauen Einordnung in eine musikalische Gattung verschließt sich das Werk, ähnlich wie Händels Messiah, mit dem es auch die Textauswahl zur Auferstehung der Toten gemeinsam hat.



In Liebe für Albert
♥♥♥

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich geh in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Ihr glaubt mich tot, doch daß die Welt ich tröste,
leb ich mit tausend Seelen dort,
an diesem wunderbaren Ort,
im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort,
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste.



Michelangelo (1475 - 1564),
eigentlich Michelagniolo di Ludovico di Lionardo di Buonarotti,
italienischer Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter



Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen,
und euer Herz soll sich freuen, 
und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

* Johannes Brahms *


Freitag, 24. Mai 2013

Die Hände der Jeanne-Marie


Jeanne-Marie hat starke Hände
Gegerbt vom Sommer: dunkelbraun
Und so bleich wie Totenhände
Sind so Juanas anzuschaun

Schwammen sie in Bräunungscreme
Frei im Sumpf der Lüsternheit
Machte sie das Mondlicht schön
Feucht im Teich der Heiterkeit
Tranken Himmel sie verloddert
Sanft auf Knien eingewiegt
Rollten sie Zigarren oder
Fälschten Diamanten sie
Banden sie goldene Blumen
An Madonnenfüßen fest
Belladonnas schwarzes Bluten
Von den Flächen spritzt und döst
Hände, die Zweiflügler jagen
Durch Auroras blauen Schein
Um den Nektar rein zu halten
Hände, Gifte zu verstreun

Welcher Traum gab sich zum Pfand
Als sie sich pandikulierten
Träume Asiens, verkannt
Von Zion oder Khengavirien

Sie verkauften nicht Orangen
Nicht Politur für Götterfüße
Für augenlose, fette Rangen
Wuschen sie nie Wickeltücher

Es sind die Hände nicht von Zicken
Noch von dicken Arbeitsfraun
Die im Wald der Drecksfabriken
Aus Teer betrunkne Sonnen brau'n

Zwar sind sie Rückgratkrümmerinnen
Die Hände, doch nie böses Schwert
Sind unheilvoller als Maschinen
Und stärker als ein ganzes Pferd
Und reger als des Feuers Wesen
Durchrüttelnder als Schüttelfrost
Singt ihr Fleisch die Marseillaise
Ein Kyrie immer eingeschlossen

Sie würgten eure Hälse, Schlampen
Sie brächen eure Hände, Fraun
Von Adel, eure feinen, schlanken
Finger, weiß und rot versaut
Diese Hände, liebeglühend
Verdrehen jedem Schaf das Hirn
Auf ihren festen Fingergliedern
Steckt von der Sonne ein Rubin
Des Pöbels Auflauf kennt ein Braun
Wie's eine Brust von gestern ist
Der Hände Rücken ist der Raum
Den gern jeder Empörer küss
t
Voller Liebe in der Sonne
Sind sie bleich und eine Zier
Sie tragen der Gewehre Bronze
Durch's Paris, das rebelliert
Ach! Dann und wann, an heilgen Händen
Deren Fäuste unser Mund
Stets ernüchtert küssen könnte
Klirrn Kerkerketten manche Stund
Zuweilen zuckt's in uns befremdlich
Und unser Wesen ist entsetzt
Wenn ihr erblasst, o Engelhände
Nur weil man euch ausbluten lässt


* Jean Nicolas Arthur Rimbaud *

war ein französischer Dichter, Abenteurer und Geschäftsmann. 
Heute gilt er als einer der Großen der französischen Lyrik.


Geboren: 20. Oktober 1854, Charleville-Mézières
Gestorben: 10. November 1891, Marseille



Mittwoch, 15. Mai 2013

Good Night


*Louis Janmot *

Night

Slowly the evening changes the robes,
holding it by a row of ancient trees;
you look: and you, the countries differ,
a world traveling, and one that falls;

and leave you, never quite belonging,
not quite as dark as the darkened houses,
not to eternity imploringly
as what is star each night and climbs -

and leave you inexpressibly to unravel
your life and bang immensity and,
so that it soon limited and soon realizing
is alternately stone in you and star.

Rainer Maria Rilke



The sun teaches all beings to yearn for the light. 
But it is the night that raises us all to the stars.

Khalil Gibran


Eugène Delacroix


        * Hommage a Delacroix *

Ferdinand Victor Eugène Delacroix 
war einer der bedeutendsten französischen Maler und gilt wegen der Lebhaftigkeit seiner Vorstellungskraft und wegen seines großzügigen Umgangs mit den Farben als Wegbereiter des Impressionismus. 


* Dante Barke *

Sein Vater Charles-François Delacroix war Mitglied der Revolutionsregierung und bis 1797 Außenminister. Anschließend arbeitete er als Botschafter in Holland. In dieser Zeit wurde Delacroix geboren. Es gibt allerdings gewichtige Hinweise darauf, dass sein Vater in Wahrheit Charles Maurice de Talleyrand war. Vertreten wird die These von Talleyrand als Erzeuger des berühmten Malers u.a. von Franz Blei, Alfred Duff Cooper, 1. Viscount Norwich, und Orieux. Diese Autoren berufen sich dabei auf die physiognomische Ähnlichkeit von Talleyrand und Delacroix, die Unmöglichkeit der biologischen Vaterschaft von Delacroix' nominellem Vater, der zum Zeugungszeitpunkt infolge eines venerischen Gebrechens – das erst mehrere Monate nach der Zeugung behoben worden war – nicht zeugungsfähig war und auf die Förderung des jungen Delacroix durch einen anonymen aber mächtigen und finanzkräftigen Wohltäter.


* Freiheit führt das Volk *

Seine Ferien verbrachte er in einem gotischen Kloster in der Normandie, das einem Cousin gehörte. Die Ruinen beeindruckten ihn derart, dass er mit dem Malen begann. Durch seinen Onkel Jean-Henri Riesener dazu ermuntert, besuchten die beiden ab und zu das Atelier von Pierre-Narcisse Guérin. Er fühlte sich zu den Romantikern hingezogen. Deren Ideen, Gedanken und Vorstellungen spiegeln sich in seinem zweiten Bild "Das Massaker von Chios" wider, das auf eine geteilte Kritik stieß. Mit diesem Bild war seine Bedeutung in der jüngeren Malergeneration nicht mehr zu leugnen. Er galt als der führende Maler der Romantik, auch wenn er selbst diese Führungsrolle immer wieder bestritt. Im selben Jahr stellte er sein Bild "Der Tod des Sardanapal" aus, das die Kritiker entsetzte. Viele drängten ihn, sein Talent nicht in solchen Exzessen zu vergeuden. Diese Stimmen verstummten 1831, als er »Die Freiheit führt das Volk« zum Ruhme und zum Gedenken der Julirevolution im Salon ausstellte. Mit diesem Bild festigte er seine führende Rolle unter den Malern.

                                   * Frauen von Algier *

Einflussreiche Freunde ermöglichten Delacroix eine Reise nach Marokko und einen Besuch des dortigen Sultans. Er konnte nun mit eigenen Augen Dinge sehen, welche sich die Romantiker in ihrer Fantasie vorgestellt hatten. Delacroix war vom strahlenden Licht, den üppigen Farben und der schlichten Würde des Islam beeindruckt. Die in dieser Zeit zu Hunderten entstandenen Notizen und Skizzen blieben ihm ein stetiger Quell der Inspiration. Studien zu Tieren und vor allem seine Gemälde zur Löwenjagd sind ebenfalls Ausdruck dieser Schaffensperiode. Nach Frankreich zurückgekehrt, beauftragte ihn die Regierung mit mehreren Gemälden, die ihn bis an sein Lebensende beschäftigten. Dadurch, dass er monatelang ununterbrochen arbeitete, pausenlos Entwürfe und Skizzen anfertigte und dabei noch seine Mitarbeiter dirigierte, blieb ihm wenig Freizeit. Zerstreuung fand er morgens in den Salons, in denen sein Esprit und seine Intelligenz gefragt waren. Wirkliche Freunde hatte er nur wenige, darunter George Sand und Frédéric Chopin.


* Der Tod des Sardanapal *

Im Alter wurde Delacroix, der sich mehr und mehr zurückzog, mit großen Ehren bedacht. Auf der Weltausstellung von 1855 wurde ihm eine Retrospektive gewidmet. Außerdem wurde er mit der Grand Médaille d’Honneur ausgezeichnet, wurde Kommandeur der Ehrenlegion und 1857 Mitglied der Ecole des Beaux-Arts, an die er 1859 sein letztes Bild schickte. Vier Jahre später starb er an einer chronischen Halserkrankung.

Eugène Delacroix

Geboren: 26. April 1798, Saint-Maurice-en-Chalencon
Gestorben: 13. August 1863, Paris


I live my life



I live my life in growing rings
which draw on things.
I'm the last might not finish,
but I want to try it.
I circle around God, around the ancient tower,
and I circle for thousands of years;
and I do not know yet:
I am a falcon, a storm
or a great song.

Rainer Maria Rilke




Montag, 13. Mai 2013

To my friends

* Edouard_Manet *

To my friends

We are here because the game of fortune
The soon there tends now here,
And lie on the scales of destiny,
The dropped earlier, now rising?

And as always to tyrants
Control our benefit and harm
Increase when they banish Honest
The meanness!

And proud priests enjoin us
What should believe our soul,
With Fire and Sword preach peace
Full of holy madness!

And all the nations wars
Misfortune to fall into the fame
That a subject more regions
As weapons ownership?

And then to force us into bondage
The counterfeit Ugliness
To bring a powerful incense
Only through great infamy?

No! Friends come, let us escape
The shackles that beut Europe,
Draw Unverdorbnen to Taiti
For their honesty.

And let us teach the people there
How did Orpheus least one;
The strings play to defend their wildness
Establish a state,

Where only natural he leads the scepter,
As supported by Arts,
And everyone in the state, the gebühret him
The fatherland benefits.

And where not bloody trophies
Situated on offnem place,
And do not we pray to God intimately
A bloody victim falls.

Novalis


When in fear dark hours
Almost discouraged our heart,
When, overcome by illness,
Gnawing fear within us;
We think of the good lover,
As she expresses grief and sorrow,
Clouds our view limit,
Which no ray of hope by looks,

O! then God tends across,
His love comes close to us'
We yearn over us,
Is his angel before us,
Bring the cup of fresh life,
Whisper encouragement and comfort to us,
And we do not pray in vain
Also for the peace lovers.

Novalis


Novalis,

Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg,
was a German writer of early romanticism,
Philosopher, lawyer and mining engineer.

Born: May 2nd, 1772, Wiederstedt
Died: March 25, 1801, Weißenfels



Samstag, 11. Mai 2013

Gustav Klimt

* Beethovenfries *

1902 schuf Klimt aus Anlass der 14. Secessions-Ausstellung für den linken Seitensaal des Wiener Secessionsgebäudes den Beethovenfries. Die Auseinandersetzungen, die darüber in der Presse geführt wurden, dokumentierte Hermann Bahr, Freund und Verfechter Klimts, im Buch Gegen Klimt, das Ende 1902 erschien und Zeitungsausschnitte zu Klimts Werk versammelte. 1903 zeigte die Secession 80 Werke Klimts. 1905 trat Klimt mit einer Gruppe von Künstlern, unter anderen Carl Moll, aus der Secession aus, weil ihm einige Malerkollegen einen zu „naturalistischen“ Stil verfolgten, unter anderem Josef Engelhart. Klimts Bilder wurden aus dem Secessionsgebäude entfernt. Mit Josef Hoffmann und Koloman Moser, den Gründern der Wiener Werkstätte, verband Klimt enge Freundschaft. 1904 wurde Josef Hoffmann mit dem Entwurf eines Stadtpalais für den belgischen Großindustriellen Adolphe Stoclet in Brüssel betraut; das Gebäude ist als Palais Stoclet in die Kunstgeschichte eingegangen. Gustav Klimt wurde von Fritz Wärndorfer, Wiener Werkstätte, mit dem Entwurf für den Fries für den Speisesaal des Palais beauftragt. 




* Stoclet Fries *


* Der Kuss *

Der Kuss ist eines der bedeutenden Werke von Gustav Klimt und ebenso der Malerei des Jugendstils. Es gilt zudem als das bekannteste Gemälde des Malers, da es durch Reproduktionen in vielerlei Form weit verbreitet wurde. Das Werk gehört in eine Phase von Klimts Schaffen, welche die „Goldene Periode“ genannt wird, weil der Künstler in dieser Zeit besonders ausgeprägt von Goldfarben Gebrauch machte. Die Popularität der Bilder jener Zeit mag mit der Verwendung der Goldbronze zusammenhängen. Diese ruft magische, religiöse Assoziationen ebenso hervor, wie solche von schierem materiellen Wert, von Kostbarkeit.

* Schloß Unterach am Attersee - 1908-1909 *

1905 stellte Klimt in der Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Berlin 15 Werke aus und erhielt den Villa-Romana-Preis. 1906 reiste Klimt nach Belgien und England und wurde zum Ehrenmitglied der Königlich-Bayerischen Akademie der Bildenden Künste in München ernannt. 1908 reiste er nach Florenz. Von 1900 bis 1916 war Gustav Klimt vorwiegend am Attersee in Oberösterreich auf Sommerfrische. Hier entstand der größte Teil seiner Landschaftsgemälde. In Unterach am Attersee erinnert ein Klimt-Denkmal am Seeufer daran. 

* Mutter und Kind Detail *

Der Künstler pflegte enge Beziehungen zu einigen seiner Auftraggeber, die vornehmlich aus dem assimilierten jüdischen Wiener Großbürgertum stammten. Klimt war nie verheiratet, hatte aber zu mehreren Frauen intime Beziehungen, insbesondere zu seinen Modellen aus großbürgerlichen Kreisen. Wie weit die Beziehungen mit den von ihm porträtierten Frauen seiner Auftraggeber ging, etwa mit Serena Lederer, der Gattin August Lederers, oder mit Adele Bloch-Bauer, der Gattin des Zuckerindustriellen Ferdinand Bloch-Bauer, ist Spekulation. Elisabeth Bachofen-Echt, die Tochter Serena Lederers, erreichte während der Zeit des Nationalsozialismus jedenfalls einen „Abstammungsbescheid“, durch den die außereheliche Vaterschaft des „arischen“ Gustav Klimt amtlich bestätigt wurde, was ihr vermutlich das Leben rettete. Enge, aber nicht notwendiger Weise sexuelle Beziehungen bestanden auch zu Alma Mahler-Werfel und zur angeblich lesbischen Emilie Flöge, für deren Modesalon Klimt Entwürfe zu Reformkleidern anfertigte.

* Studio *

Gustav Klimt war ein bedeutender österreichischer Maler und einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils, auch Wiener Secession genannt. Gustav Klimt erlitt am 11. Jänner 1918 in seiner Wohnung in der Wiener Westbahnstraße einen Schlaganfall und starb am 6. Februar 1918.


 * Gustav Klimt *

Geboren: 14. Juli 1862, Baumgarten
Gestorben: 6. Februar 1918, Wien


Freitag, 10. Mai 2013

Bertold Brecht



An die Nachgeborenen

Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!
Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn
Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende
Hat die furchtbare Nachricht
Nur noch nicht empfangen.
Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viel Untaten einschließt!
Der dort ruhig über die Straße geht
Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde
Die in Not sind?

Es ist wahr: ich verdiene noch meinen Unterhalt
aber glaubt mir: das ist nur ein Zufall. Nichts
Von dem, was ich tue, berechtigt mich dazu, mich satt zu essen.
Zufällig bin ich verschont. (Wenn mein Glück aussetzt, bin ich verloren.)

Man sagt mir: Iß und trink du! Sei froh, daß du hast!
Aber wie kann ich essen und trinken, wenn
Ich dem Hungernden entreiße, was ich esse, und
Mein Glas Wasser einem Verdurstenden fehlt?
Und doch esse und trinke ich.

Ich wäre gerne auch weise.
In den alten Büchern steht, was weise ist:
Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit
Ohne Furcht verbringen
Auch ohne Gewalt auskommen
Böses mit Gutem vergelten
Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen
Gilt für weise.
Alles das kann ich nicht:
Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!

II
In die Städte kam ich zur Zeit der Unordnung
Als da Hunger herrschte.
Unter die Menschen kam ich zu der Zeit des Aufruhrs
Und ich empörte mich mit ihnen.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

Mein Essen aß ich zwischen den Schlachten
Schlafen legte ich mich unter die Mörder
Der Liebe pflegte ich achtlos
Und die Natur sah ich ohne Geduld.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

Die Kräfte waren gering. Das Ziel
Lag in großer Ferne
Es war deutlich sichtbar, wenn auch für mich
Kaum zu erreichen.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

III
Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut
In der wir untergegangen sind
Gedenkt
Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
Auch der finsteren Zeit
Der ihr entronnen seid.

Gingen wir doch, öfter als die Schuhe die Länder wechselnd
Durch die Kriege der Klassen, verzweifelt
Wenn da nur Unrecht war und keine Empörung.

Dabei wissen wir doch:
Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
Verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
Macht die Stimme heiser. Ach, wir
Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
Konnten selber nicht freundlich sein. 
Ihr aber, wenn es so weit sein wird
Daß der Mensch dem Menschen ein Helfer ist -

Gedenkt unsrer mit Nachsicht.




Brecht über seine politische Bewusstseinsveränderung

Ich bin aufgewachsen als Sohn wohlhabender Leute. Meine Eltern haben mir einen Kragen umgebunden und mich erzogen in den Gewohnheiten des Bedientwerdens, und unterrichtet in der Kunst des Befehlens. Aber als ich erwachsen war und um mich sah, gefielen mir die Leute meiner Klasse nicht, nicht das Befehlen und nicht das bedient werden. Und ich verließ meine Klasse und gesellte mich zu den geringeren Leuten.


Bertolt Brecht war ein einflussreicher deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Brecht hat das epische Theater beziehungsweise„dialektische Theater“ begründet und umgesetzt. 



Geboren: 10. Februar 1898, Augsburg
Gestorben: 14. August 1956, Berlin



Victor Hugo

                                       

Morgen schon in der Morgendämmerung, um die Stunde 
wenn das Land hell wird, werde ich aufbrechen. 
Siehst du ich weiß, dass du auf mich wartest.
Ich werde durch den Wald gehen, ich werde über das Gebirge gehen,
Ich kann nicht länger fern von dir bleiben.

Ich werde gehen ganz in Gedanken, ohne etwas anderes zu sehen, 
ohne ein Geräusch zu hören, alleine. 
Unbekannt den Rücken gekrümmt, die Arme verschränkt, traurig. 
Und der Tag wird für mich wie die Nacht sein.

Ich werde weder das Gold des Sonnenuntergangs betrachten,
noch in der Ferne die Segel die hinunter nach Harfleur eilen,
und wenn ich ankomme, werde ich auf dein Grab 
einen Strauß von grünem Stechpalm und blühender Heide legen.

Victor Hugo


Die Bestattungsfeier von Victor Hugo

Victor Hugo setzte sich gemeinsam mit Honoré de Balzac für ein Urheberrecht ein und war einer der wichtigsten Verfechter der Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst.
Das Buch als Buch gehört dem Autor, aber als Gedanke gehört es – der Begriff ist keineswegs zu mächtig – der Menschheit. Jeder denkende Mensch hat ein Recht darauf. Wenn eines der beiden Rechte, das des Autors oder das des menschlichen Geistes, geopfert werden sollte, dann wäre es, zweifellos, das Recht des Autors, denn unsere einzige Sorge gilt dem öffentlichen Interesse, und die Allgemeinheit, das erkläre ich, kommt vor uns.

Victor Hugo